Peter Nennstiel

Zeitzeuge der Nachkriegsjahre

Old Ships By David Morton 1886-1957

There is a memory stays upon old ships,

         A weightless cargo in the musty hold,

Of bright lagoons and prow-caressing lips,       

  Of stormy midnights,

 and a tale untold.

 They have remembered islands in the dawn,

          And windy capes that tried their slender spars,

And tortuous channels where their keels have gone,

         And calm blue nights of stillness and the stars.

 Ah, never think that ships forget a shore,

         Or bitter seas, or winds that made them wise;

There is a dream upon them, evermore; --  

       And there be some who say that sunk ships rise

 To seek familiar harbors in the night,  

       Blowing in mists, their spectral sails like light.


                        1957 Pallas auf der Weser

                            Pallas in Schweden

                                Pallas in Oporto Rio Duro

                  Maritim NO 1 Malaysia Flag ex Pallas

 

ms PALLAS DLAS

20.4./27.7.1955 F. Lürssen Werft, Bremen-V (13231)

498/288 1411/815 929/789/776

62,38-9,79-2,65-3,66/5,76 m

1 Mot. 4Te 8x320/450 1000 (380)

Klöckner Humboldt Deutz AG, Köln-D 12

"Pallas" DG "Neptun", Bremen (DEU). 1.5.1968 "Cherry Chantek" Madam

Dolly Seah, Singapore (SGP). 1968 "Kion Seng No. 4" Kion Seng

Shipping Sdn. Bhd., Kuching (MYS). 1977 "Maritime No. l“ Maritime

Proteus an der östereichischen Werft Kornneuburg Donau.

 Überführung der Proteus, zwischen zwei Leichtern, von der Donau zum Schwarzen Meer.Nadelöhr mit geringer Durchfahrts Höhe, die Brücke in Nowisad.

                           Proteus auf der Weser.

                      Proteus auf dem Rio Duro.

Die Proteus wurde 1987 vor der Küste Floridas - Miami als künstliches Riff versenkt.

ms PROTEUS DDOE

8.11./Dezember 1957 Schiffswerft Korneuburg, Korn. (567)

993/657 2812/1860 1488/1320/1300

62,90-10,13-5,00-5,75 m

1 Mot. 4Te 8x320/450 1000 (380/190)

Klöckner Humboldt Deutz AG, Köln-D 17

"Proteus" DG "Neptun", Bremen (DEU), März 1958 an die Reederei und April

i. D. 12.5.1971 Florida Panama Lines Inc., Panama (PAN). 1984 A. G.

Tsavliris & Sons Maritime Co. 1987 vor Miami/Florida als versenkt

gemeldet.

                       Thetis bei der Werft Übergabe.

                       Thetis in den Schären

                  Thetis unter Norwegen Flagge.

ms THETIS DEFN

22.2./13.5.1955 Schiffbauges. "Unterweser" AG, Bremerhaven (372)

300/129 849/364 546/466/459

47,75-8,52-2,34-3,10/5,10 m

1 Mot. 4Te 6x320/450 500 (380)

Klöckner Humboldt Deutz AG, Köln-D 9

"Thetis" DG "Neptun", Bremen (DEU). 13.2.1968 J. O. Sund, Kopervik

(NOR). 1968 J. O. Sund PR. Dezember 1972 J. O. Sund m fl. September

1974 Batas Shipping AS, Horten. Juni 1976 "Taha" Intergulf Maritime

Co., Sharjah (ARE). 7.10.1980 in Khorramshar (22.9.1980 hier

angekommen) durch iranischen Artilleriebeschuß in Brand geraten, völlig

ausgebrannt und etwa nach 16 Jahren abgebrochen.

ms NEREUS DDUP-DAXY

5.10./28.12.1961 Bremer Vulkan, Bremen-V (893)

5023/2693 14230/7628 6690/5887/5794

3087/1505 8742/4262 5050/4543/4178 119,99-16,03-5,41/8,60-6,80/9,66

m

1 Mot. 2Te 6x700/1200 5400 (130)

Werft 33

"Nereus" DG "Neptun“, Bremen (DEU). 18.9.1972 Hanseatic Shipping Co. NV

(wie vorher), Willemstad (ANT). 24.5.1976 "Athens Sea" Maldonado

Shipping Co. Ltd., Limassol (CYP). 1978 Jasmine Shipping Co., Piraeus

(GRC). 1979 (Athenian Star Cia. Naviera SA). 25.12.1981 an Piraeus

und aufgelegt. 1984 „Milos I“ (Milos 1) Interspirit Maritime Co. Ltd., San

Lorenzo (HND). (20.12.1984) Eckhardt Marine GmbH, Hamburg (DEU).

5.1.1985 von Piraeus an Gadani Beach zum Abbruch durch Imran Ship

Breaking Co. in Karachi und (16.1.1985).

        Levante an ihrem Stammplatz Schuppen 14 Bremen

              Levante an den Dalben in Hamburg



                                    Levante Auf See

                      Atlas Levante Linie Bremen.

                                   Levante Crew

In der  Nacht, lief die "Levante" in Ballast und unter Lotsenberatung Elbe abwärts, nach Rotterdam und Antwerpen.   Die Revierfahrt bis zum Feuerschiff "Elbe1" verlief ohne Probleme. Ich war für die 8/12 Wache eingeteilt. Der Wetterbericht von Norddeich Radio war schon beim Auslaufen sehr schlecht. Sturmwarnung Nord-West in Böen 10 bis 11. der Elbe Lotsenversetzer hatte seine Außenposition schon verlassen. Wir mußten unseren Elbe Lotsen gezwungener Maßen bis Rotterdam als Passagier mit nehmen. Bei unserer Ankunft über den Zwangsweg (Von Seeminen geräumte Schiffahrtswege, deren Benutzung der Schiffahrt vorgeschrieben war) meldete  sich bei der Maas Tonne der Niederländische Lotse und teilte mit: Bei dem Wetter kein Lotse.

Unser Kapitän, mit 26 Jahren der jüngste in der Reederei, machte genau das falsche. Unser fester Kapitän Siegfried W. hatte Urlaub. Er beschloss mit dem Bug in die See zu ankern. Das Einlaufen ohne Lotsen in die Maas war ihm zu riskant. Auf meiner Wache kurz vor Mitternacht brach im Sturm die Ankerkette. Wir landeten hoch und trocken auf einem Badestrand vor Hoeck van Holland. Den Leichmatrosen  meiner Wache habe ich 1989 noch einmal wieder getroffen, wir haben bis zu seiner Rente noch 15 Jahre zusammen beim Wasser und Schiffahrtsamt Bremen gearbeitet.Erst beim nächsten Hochwasser gelang es den beiden Hochseeschleppern"Witte Zee" und "Zwarte Zee" der Reederei "Smith Towing" uns frei zu schleppen.   Die Schlepper brachten uns dann zur Reparatur in das Dock der Schiedammer Werft "Wilton Fyenoord".

Nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Trockendock wurden mehrere Bodenplatten erneuert und wir waren wieder seeklar. Beim Auslaufen aus dem Werfthafen, wollte ein riesiger Passagierdampfer der Holland-Amerika Linie einlaufen.Die Havarie geschah  blitzschnell, lautes Krachen und dem Holland-Amerika Liner fehlten auf seiner Backbordseite sämtliche Rettungsboote. Bei uns waren Teile der Brückennock weggerissen. Der darunter liegende Wohnraum des Stewarts, war wie eine Konservendose aufgerissen. Mit einem unbeschreiblichen Gesichtsausdruck stand er hinter seinem Schreibtisch und schaute entgeistert nach draußen. Unser Werftaufenthalt verlängerte sich noch einmal um einige Tage. Das wurde der Reederei doch wohl zu teuer und wir bekamen einen neuen Kapitän.